Coronavirus – Reine Panikmache oder reale Gefahr?

Seit Wochen besetzt ein Wort die Schlagzeilen unserer Tageszeitungen: Corona. Die Anzahl der Neuinfektionen steigt, das schürt Ängste Panik macht sich in unserer Gesellschaft breit. Doch wie gefährlich ist Corona tatsächlich? Und kann man sich davor schützen? Wir geben einen Überblick.

Das Coronavirus hat sogar Greta Thunberg in den letzten Wochen medial die „Show“ gestohlen. Das Virus der offizielle Namen der Erkrankung: COVID-19 – zeigt auch abseits der Krankenbetten seine Auswirkungen. Panische Hamsterkäufe, Aktienmärkte im freien Fall, Pauschalreiseverbot und Buchungsrückgänge sind nur einige Punkte des täglichen Geschehens. Laut Gesundheitsministerium wurden in Österreich 29 bestätigte Erkrankungsfälle gemeldet: Wien (15), Niederösterreich (5), Steiermark (4), Tirol (2) und Salzburg (3). (Stand: 4.3.2020, Anm.)

Wie äußert sich die Krankheit?

Häufige Anzeichen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sind u. a.

  • Fieber
  • Husten
  • Kurzatmigkeit und
  • Atembeschwerden.

In schwereren Fällen kann die Infektion eine Lungenentzündung, ein schweres akutes Atemwegssyndrom, Nierenversagen und sogar den Tod verursachen. Es gibt auch milde Verlaufsformen (Symptome einer Erkältung) und Infektionen ohne Symptome. Derzeit geht man davon aus, dass der Krankheitsverlauf beim neuartigen Coronavirus weniger schwer ist als bei SARS und MERS.

Wie wird das Virus übertragen?

Das neuartige Virus SARS-CoV-2 wird von Mensch zu Mensch übertragen. Auf dem Weg einer Tröpfcheninfektion, wenn man zum Beispiel angehustet wird. Oder über eine Schmierinfektion, wenn man kontaminierte Objekte, auf denen sich die Viren befindet, anfasst. Wer beispielsweise eine Türklinke oder einen Lichtschalter anfasst und sich anschließend an Mund, Nase oder Augen berührt, könnte sich dadurch infizieren.

Wie gefährlich ist dieses neuartige Coronavirus?

Wie gefährlich der Erreger ist, ist noch nicht genau abzusehen. Momentan scheint die Gefährlichkeit des neuen Coronavirus deutlich niedriger als bei MERS (bis zu 30 Prozent Sterblichkeit) und SARS (ca. 10 Prozent Sterblichkeit) zu sein. Man geht derzeit beim neuartigen Coronavirus von einer Sterblichkeit von bis zu drei Prozent aus. Ähnlich wie bei der saisonalen Grippe durch Influenzaviren (Sterblichkeit unter 1 Prozent) sind vor allem alte Menschen und immungeschwächte Personen betroffen.

Wie ansteckend ist Corona?

Die Mensch-zu-Mensch-Übertragung stellt den wichtigsten Infektionsweg dar. Neben den Sekreten des Atmungstraktes und Speichel könnten auch Ausscheidungen (Harn, Stuhl) und Körperflüssigkeiten (Blut, Rippenfellflüssigkeit, Gelenkpunktate, usw.) infektiös sein.

Wie behandelt man die Krankheit?

Es gibt zurzeit keinen Impfstoff. Die Behandlung erfolgt symptomatisch, d. h. durch Linderung der Krankheitsbeschwerden wie z. B. durch Gabe fiebersenkender Mittel.

Können Einmal-Mundschutzmasken schützen?

Einmal-Mundschutzmasken sind kein wirksamer Schutz gegen Viren oder Bakterien, die in der Luft übertragen werden. Aber sie können dazu beitragen, das Risiko der Weiterverbreitung des Virus durch „Spritzer“ von Niesen oder Husten zu verringern.

Welche Desinfektionsmittel sind geeignet?

Grundsätzlich reicht bei Desinfektionsmaßnahmen im Zusammenhang mit Coronaviren die Verwendung von Desinfektionsmitteln mit einer Wirksamkeit gegen behüllte Viren. Für eine 2019-nCoV-wirksame Hände- oder Flächendesinfektion empfiehlt die AGES daher die Verwendung von Desinfektionsmitteln, die als „begrenzt viruzid“ ausgelobt werden. Die Verwendung von Produkten mit der Auslobung „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ ist für eine gegenüber SARS-CoV-2 wirksame Desinfektion nicht erforderlich.

Wie kann man sich vor Coronaviren schützen?

Wie bei der saisonalen Grippe empfiehlt man folgende Maßnahmen:

  • Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich mit Wasser und Seife oder einem alkoholhaltigen Desinfektionsmittel
  • Bedecken Sie Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch (nicht mit den Händen), wenn Sie husten oder niesen
  • Vermeiden Sie direkten Kontakt zu kranken Menschen und auch größere Menschenansammlungen
  • Stärken Sie von Haus aus Ihr Immunsystem

Falls Sie noch weitere Fragen haben, können Sie sich auch unter der kostenfreien Hotline 0800-555621 rund um die Uhr informieren.

Anmerkung der Redaktion

Man sollte das Coronavirus nicht auf die leichte Schulter nehmen, keine Frage! Es als heiße Luft zu bezeichen, wäre falsch. Aber der zweite Extrempol – das Ende der Welt bereits in Sicht zu haben – wäre übertrieben. Und vor allem Panik wird uns nicht weiterbringen, ganz im Gegenteil. Wer sich vor etwas fürchtet, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das anziehen, wovor er sich fürchtet. Unsere Empfehlung: Auf Hygiene achten und Immunsystem von Haus aus stärken!

Quellen

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