5 Gründe, warum Neujahrsvorsätze scheitern

Beitragsbild: 5 Gründe warum Neujahrsvorsätze scheitern

Du kennst sie bestimmt die gut gemeinten Neujahrsvorsätze. „Weniger Alkohol trinken, sich das Rauchen abgewöhnen und ein bisserl abnehmen. Doch viele dieser Vorsätze kommen gleich nach den Feiertagen unter die Räder des Alltags und lösen sich oft und schnell in Luft auf. Wir zeigen dir, wie deine Vorsätze für 2020 nicht nur Sätze bleiben, sondern wie du sie erfolgreich realisierst.

Wenn das neue Jahr vor der Tür steht, begrüßen viele auch gute Vorsätze, die sie umsetzen möchten. Viele von uns tun das kurz vor Silvester, um im bevorstehenden neuen Jahr so richtig durchzustarten. Weniger Alkohol trinken, dem Glimmstängel den Garaus machen, weniger Naschzeug zu sich nehmen, dafür aber mehr Bewegung und Sport. Die Fitnessstudios erleben Anfang des Jahres Boomzeiten. Neue Mitglieder stemmen in euphorischer Stimmung die Gewichte, die Laufbänder und Ergometer glühen heiß.

Wenn die Motivation in den Keller stürzt

Doch schon bald entwickeln sich viele Mitglieder des Fitnessstudios zu den besten Kunden des Unternehmens. Nämlich dann, wenn sie den Status des passiven Mitglieds einnehmen – sie zahlen zwar brav ihren Mitgliedsbeitrag, sind aber nie oder nur mehr selten vor Ort anzutreffen. Auch, was die Ernährung betrifft, fallen viele in ihre alten Essgewohnheiten zurück; und weil der Nachbar uns gerade ein „Garagenbier“ anbietet, machen wir trotz Alkoholabstinenz eine Ausnahme. „Wo ist sie bloß hin, die Motivation?“, könnten wir uns fragen. Wo ist der Antrieb? Was wurde aus den gut gemeinten Vorsätzen, die wir zwar Jahr für Jahr formulieren, sich aber auch Jahr für Jahr in Dunst auflösen? Was sind die Gründe dafür?

Grund Nummer eins: Vorsätze sind keine Ziele

Das Hauptproblem ist, dass sich viele nur lauwarme „Ich-müsste-und-sollte-auch-einmal“-Versprechen geben, aber sich keine konkreten Ziele setzen. Ein Vorsatz ist ein erster Schritt, ein Ansatz – vom Ziel aber noch weit entfernt! Deshalb überlege dir, wie dein Ziel für das neue Jahr lauten könnte. Und formuliere es. Schriftlich. Eine gute Hilfestellung zur Formulierung von klaren und messbaren Zielen gibt die SMART-Formel. Fünf Anfangsbuchstaben – fünf Kriterien, die ein gutes Ziel erfüllen sollte.

  • S … Spezifisch

Ein Ziel sollte so genau, konkret und klar wie möglich formuliert sein.

  • M … Messbar

„Miss alles, was sich messen lässt, und mach‘ alles messbar, was sich nicht messen lässt“, empfahl der griechische Physiker und Mathematiker Archimedes. Bei der Zielformulierung ist es von großer Bedeutung, Menge, Zeitangaben oder sonstige messbare Kriterien einfließen zu lassen, denn: Du willst doch überprüfen können, ob du deinem Ziel nähergekommen bist oder ob du es gar schon erreicht hast. Frage dich: „Woran genau merke ich, dass ich mein Ziel erreicht habe?“

  • A … Attraktiv, Aktionsorientiert

Das Ziel solltest du positiv und aktionsorientiert formulieren. Jegliche Verneinungen wie z. B. „kein“ oder „ohne“ solltest du vermeiden. Das Ziel soll dich motivieren, wenn du daran denkst, und dich anspornen, es zu erreichen. So mache dir Gedanken, was du erreichen willst und vor allem auch warum. Die Anziehungskraft deines Zieles soll dich in den Bann ziehen. Was gilt es zu tun, um dein Ziel zu erreichen? Überlege dir erste Handlungen.

  • R … Realistisch

Zehn Kilogramm Körperfett über Nacht verlieren, hört sich vielleicht verführerisch an, ist es aber auch für dich machbar? Du kannst dir deine Ziele schon hochstecken. Das ist gut. Daran wächst du und das motiviert. Sie sollten aber deinen Möglichkeiten und Fähigkeiten entsprechen. Wenn du ein Ziel unrealistisch formulierst und du erreichst es nicht, sinkt deine Motivation in den Keller. Du bist frustriert. Oder willst gar nicht erst einmal probieren, weil du ohnehin schon prophezeist, dass das nichts wird. Wenn du dir große Ziele steckst, empfehlen wir dir, die Wegstrecke in Teiletappen zu untergliedern.

  • T … Terminierung

Lege unbedingt fest, bis wann du dein Ziel erreicht haben möchtest. Und komme so schnell wie möglich ins Handeln! Sobald du das Ziel festgelegt hast, solltest du in den ersten 72 Stunden zumindest einen aktiven Handlungsschritt setzen. Andernfalls sinkt die Wahrscheinlichkeit der Zielerreichung drastisch.

Nachdem du das Ziel klar definiert hast, solltest du es täglich visualisieren. Du stellt dir vor, wie es sich anfühlt, wenn du bereits im Ziel bist. Wenn du bereits das erreicht hast, was du erreichen möchtest. Verbinde diese Vorstellung mit einem Gefühl der tiefen Dankbarkeit und Freude.

Grund Nummer zwei: Du bist Sprinter, kein Marathonläufer

Veränderung braucht Zeit. Viele gehen mit ihrem Neujahrsvorsatz als Sprinter ins Rennen, obwohl die Wegstrecke zu ihrem Ziel länger ist. Sie verausgaben sich, weil sie schon am Start übertrieben Vollgas geben. Nur mal angenommen, du meldest dich im Fitnessstudio an. Was wäre, wenn du dann in der ersten Woche des neuen Jahres so intensiv wie möglich trainierst? Du stemmst höhere Gewichte als gedacht, du gehst öfter, du gönnst dir keine Pausen. Aus dem Muskelkater wird eine Raubkatze, die dir die Motivation raubt. Du bist fix und foxi; du lässt das Training schleifen. Doch Training lebt von Regelmäßigkeit. Deshalb ist es wichtig, dass du nicht als Sprinter startest, sondern dir einen konkreten Aktionsplan zurechtlegst, nach dem du dich richtest. Motiviert zu sein ist gut. Sich verausgaben nicht. Bedenke: die Wegstrecke zum Ziel ist länger.

Grund Nummer drei: Du kennst deinen Beweggrund nicht

„Ich möchte im neuen Jahr abnehmen.“ Schön! Doch warum möchtest du noch gleich abnehmen? Was bewegt dich dazu? Wenn du hier keine konkrete Antwort findest, die dich emotional berührt, brauchst du dich gar nicht auf den Weg zu machen. Wenn alles wie am Schnürchen läuft, ist es leicht zu sagen: Rennt bei mir. Doch was ist, wenn erste Hindernisse auftauchen? Was ist, wenn etwas nicht so läuft wie du dir anfangs gedacht hast? Wenn du dann keinen starken Beweggrund hast, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit das Handtuch werfen. Noch bevor du die Reise zu deinem Ziel startest, solltest du bereits einen starken Beweggrund glasklar vor Augen haben, warum du es erreichen möchtest.

Grund Nummer vier: Gewohnheitstiere verändern sich ungern

Wir sind Gewohnheitstiere. Wenn wir etwas in unserem Leben von heute auf morgen verändern möchten, dann passiert mit hoher Wahrscheinlichkeit Folgendes: Wir schaffen es eine Zeit lang, doch nach und nach holen uns unsere Glaubens- und Gewohnheitsmuster zurück in unsere alten Schuhe. Eine alte Gewohnheit, die sich über Jahre in unserem Verhalten verankert hat, ist ein zäher Klebstoff. Und so ist es wichtig, sich bewusst zu werden, dass nur durch regelmäßige Wiederholung und kritische Reflektion nachhaltige Veränderung in deinem Leben möglich ist. Versuche, Routinen in deinem Leben zu verankern. Irgendwann wird dann das Hinarbeiten auf dein Ziel fast so selbstverständlich wie das tägliche Zähneputzen. Doch es braucht Zeit und Regelmäßigkeit, um diese neue Routine in dein Leben zu integrieren.

Grund Nummer fünf: Du lässt dir Optionen offen

„Ja, mal schauen.“ „Ich versuche es halt.“ „Ja, probieren schadet nicht.“ Wenn du mit solchen Aussagen ins Rennen startest, stehen die Sterne gut, dass du die Flinte ins Korn wirfst. Warum? Weil du dir Optionen offen lässt. Erst wenn du sagst „Ich muss dieses Ziel erreichen komme, was wolle“ dann hast du den Fokus eines Gewinners. Wenn du das Ziel vor dir siehst, dann gibt es kein Zurück mehr. Triff also eine bewusste Entscheidung und ziehe deinen Plan durch! Frage dich: Was alles würde ich verpassen, wenn ich jetzt nicht loslege? Was würde ich mir entgehen lassen? Was hätte das für Konsequenzen? Gleichzeitig führst du dir vor Augen, wie es doch sein könnte, wenn du im Ziel bist. Welch neues Lebensgefühl spürst du? Was verändert sich in deinem Leben, wenn du das Ziel erreicht hast? Treffe eine bewusste Entscheidung, starte durch und reiße die Brücke hinter dir ab! Jetzt bist du bereit, dein Ziel wahrlich zu erreichen. Alles Gute auf deinem Weg dorthin!

Quellen:

Die SMART-Formel: www.projekte-leicht-gemacht.de

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